Heilpraktiker ist nicht gleich Heilpraktiker

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Heilpraktiker ist nicht gleich Heilpraktiker

Scharlatane, Barfußärzte, Esoteriker. Wie jeder Stereotyp passt auch der des Heilpraktikers eben nicht zu allen unserer Zunft. Aber wie den einen von dem anderen unterscheiden? Hier einige Anhaltspunkte:

Die Ausbildung
Es gibt keine einheitliche Ausbildung zum Heilpraktiker. Die Qualität und Intensität der jeweiligen Schulen reicht von der Zusendung einiger Bücher zur rein theoretischen Prüfungsvorbereitung in Heimarbeit bis hin zur Vollzeitausbildung mit bewusst hohem Praxisanteil. Vorschriften gibt es bezüglich der Ausbildung des Heilpraktikers keine. Uns war es allerdings wichtig, die einzelnen Methoden tatsächlich und praktisch zu erlernen. Im täglichen Unterricht sowie im direkten Patientenkontakt. Eine fundierte medizinische Ausbildung bis zur „Praxisreife“.

Die Prüfung
Im Prinzip und etwas vereinfacht dargestellt darf sich jeder über 25 und ohne Vorstrafen zur Prüfung anmelden. Praktische Erfahrung oder die tatsächliche, praktische Erlernung bestimmter Therapieverfahren werden weder vorgeschrieben, noch geprüft. Ein schriftlicher Multiple Choice Test muss mit einer bestimmten maximalen Fehlerquote bestanden werden. Anschließend erfolgt die mündliche Überprüfung, in der ein Amtsarzt den Heilpraktikeranwärter querbeet durch medizinische Themen von Krankheitslehre über Anatomie und Psychologie bis hin zur Gesetzeskunde prüft.

Der Titel „Heilpraktiker“
Heilpraktiker darf sich nennen, wer vom jeweiligen Amtsarzt und dem zuständigen Gesundheitsamt die Erlaubnis hierzu in Form einer offiziellen Urkunde erhalten hat. Weitere Titel, wie beispielsweise Bachelor, Magister oder Dr. gibt es keine.

Die Grenzen
Wir Heilpraktiker können und dürfen vieles. Aber viel wichtiger: wir dürfen und können vieles nicht. Sexuell übertragbare Krankheiten beispielsweise sind für uns ebenso tabu wie bestimmte Infektionskrankheiten oder alles rund um Ihre Zähne. Auch verschreibungspflichtige Medikamente dürfen wir nicht verordnen. Wir wahren allerdings nicht nur die gesetzlichen Grenzen. Es gibt in unseren Augen einfach Erkrankungen, die primär in die Hände eines Schulmediziners gehören. Und wir empfinden es als Qualitätsmerkmal und als Zeichen unseres Verantwortungsbewusstseins, diese auch entsprechend abzugeben.

Die Schulmedizin
Die alte Fehde zwischen den Lehren der Gesundheit halten wir für Unsinn. Sowohl die Schulmedizin, als auch die Naturheilkunde haben ihren verdienten Platz unter der Sonne. Unsere ganz persönliche Idealvorstellung liegt in der engen, respektvollen Zusammenarbeit von Schulmediziner und Naturheilkundler. Ergänzend und gemeinsam im Auftrag Ihrer Gesundheit.

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